Allgemeines

Auch auf den Philippinen werden Firmen durch Auflagen an der Aufnahme des regulären Geschäftsbetriebs gehindert. Zum Reisen in andere Regierungsbezirke ist nun zusätzlich ein Gesundheitspass nötig, der ausweist, dass die oder der Reisende beim Antritt der Reise nicht mit Corona infiziert ist. Ansonsten gilt „Social distancing“, also ein entsprechender Abstand zwischen zwei Menschen. Die Regierung hat mit finanziellen Maßnahmen auch unsere siebzehn Kakao-Mitarbeiter ein wenig unterstützt. Sie haben einmalig je 5.000 Peso (91,25 Euro) bekommen. Für die Foundation hatten wir auch einen Antrag gestellt, aber vor der Auszahlung war in der Regierungskasse bereits Ebbe. Vielleicht auch gerecht, denn für uns war, wie bereits berichtet, die Farmarbeit leicht, die Forstarbeit fast nicht eingeschränkt.

Corona ist ein Intermezzo zu dem Problem, gegen das keine Impfung in Aussicht ist: der Klimawandel. Auch wenn das Thema zurzeit nicht die Titelseiten besetzt, es bleibt bestehen. Wir brauchen keine neue Welle der Angst, aber eine Welle der Vernunft. Erfreulich ist, dass Corona gezeigt hat, dass wir unser Konsumverhalten schnell ändern können, wenn es brennt. Erwiesen ist auch, dass das menschliche Gehirn erstaunliche Fähigkeiten besitzt den Körper zu informieren, wenn es brenzlich wird. Wenn wir den Klimawandel als Brandherd sehen, müssen wir lediglich unser Konsumverhalten zugunsten einer lebenswerten Welt für die nächsten Generationen ändern. Dass ist einfach, dass macht Freude.

Von links: Mahagonisamen mit Fruchtkapsel, Mitte gepflanzter Setzling nach circa sieben Monaten, Mahagonibaum nach circa zwei Jahren. Forstwirtschaft macht viel Arbeit, aber, wenn Erfolg die Arbeit begleitet, noch mehr Spaß.

Wurmkompost: Unsere Eigenproduktion mischen wir in den Boden. Das verbessert die Bodenqualität gigantisch und die Bäume erfreuen sich am Reichtum der Nährstoffe.

Je besser der Boden, desto höher die Ernten. Besonders Kakaobäume sind sehr empfindlich, wenn die Bodenwerte nicht stimmen. Sie verlieren die Kraft ausreichend Schoten auszubilden.

Die Mama Earth Foundation betreibt nachhaltige Forstwirtschaft in Gemeinschaft mit Farmern, die profitabel am Holz beteiligt sind. Das Mahagoni-Projekt ist von Konzept ausgereift und wird nun lediglich vervielfältigt. Ich kenne kein Forstwirtschaft welche so viele soziale Komponenten beinhaltet, lasse mich aber gern belehren. Und das Gute, alle verdienen: Farmer, Investoren und selbst die Foundation hat nach der Holzernte Einnahmen um weitere Projekte anzustoßen. Den Riesengewinn hat die Natur.

Mama Earth Cacao steht für ökologische Landwirtschaft und wird hier sehr aufmerksam verfolgt, weil wir im krassen Gegensatz zu dem Arbeiten was Pharmakonzerne proklamieren. Wir verzichten gerne auf die Nebenwirkungen der Chemikalien, die wie bei Medikamenten auf dem Beipackzettel zu lesen sind, die aber den Verpackungen nicht beiliegen. Allein die Nebenwirkungen von Glyphosat hier aufzuführen würde den Arbeitsbericht sprengen. Es sind einfach zu viele.
Es geht auch anders. Einfach zeigen wie es geht. Wir verweisen auf keine geheimen Formeln im Panzerschrank, wir zeigen unsere dreckigen Hände, wenn wir vom Feld kommen. Weil wir trotz des Verzichtes auf Chemie höhere Erträge haben fragen uns zunehmend Farmer was wir anders machen und schon sind wir beim Fundament jeder Landwirtschaft, dem Boden.

Wälder und Felder arbeiten Hand in Hand. Die Trockenheit in weiten Teilen der Welt macht der Landwirtschaft schwer zu schaffen. Die Formel ist einfach und immer gleich: wenig Wald, wenig Regen. Die Tropen sind anders, auch wenn hier reichlich Wälder fehlen. In Mindanao, im Süden der Philippinen, klingt die Sommerzeit (April und Mai) aus und das Wetter wird bestimmt vom regelmäßigen Regen, der meistens nachts in tropischen Schauern für Frische sorgt. Alles grünt saftig. So macht Arbeit Spaß.

Danke für Ihre kostbare Zeit, und bitte nicht vergessen einen Baum zu kaufen.

Ulrich Kronberg

Algenfarm im Golf von Davao, also direkt vor der Haustür. Algen gelten als das natürliche Düngemittel der Superklasse.

Alles Handarbeit, auch die Ernte. Die Algen werden möglichst frisch zum „Entsaften“ gebracht, denn jeder Liter zählt.

Fragen zum Thema? Stell sie uns!

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