Das Buch der Bäume

Ganz am Anfang war das Wort. Deshalb gibt es jetzt ein Buch mit dem Titel „Kapital Baum“. Es hat 196 Seiten, ist reich bebildert und kostet 20 Euro. Zu jedem gekauften Buch bekommen Sie einen ende­mi­schen Narrabaum geschenkt, den wir bereits gepflanzt haben. Ein besseres Weihnachtsgeschenk werden Sie schwer finden. Das Buch erscheint in der ersten Novemberwoche und wir wären hoch erfreut, wenn Sie sich entschließen könnten es zu bestellen. Damit Sie nicht die Katze im Sack kaufen können Sie ein kleines PDF einsehen, welches die ersten 25 Seiten abbildet:
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Wo der Pfeffer wächst

Über die richtigen Pflanzabstände für Nutzholz wird viel diskutiert, auch in unserer „Tree Farming“-Gruppe. Die traditionelle Methode war Setzlinge dicht zusammen zu pflanzen, um einen geraden Wuchs zu erzeugen, oft im Abstand von 2 x 2 Metern. Dieser eine Vorteil hat aber zwei ganz entschiedene Nachteile: 1. Die Bäume müssen sich die Nährstoffe im Boden mit anderen teilen. 2. Nach drei bis sechs Jahren werden die „zurückgebliebenen“ Bäume gefällt, um mehr Platz für die anderen zu schaffen. Beim Zwischeneinschlag ist der Holzwert zwar höher als die Einschlagkosten, aber so richtig Profit ist mit dünnen Bäumen nicht zu machen. Allerdings kann diese Methode greifen, wenn begrenzte Flächen zur Verfügung stehen.

Gerade gewachsene Mahagonibäume aus der Nähe.

Gepfefferte Mahagonibäume.

Unsere neue Maßtabelle zum Ablesen der Stammdurchmesser.

Unser kleiner Lastwagen neben einem Holztransporter.

Die moderne Forstwirtschaft lehrt uns eine andere Pflanzweise, und gibt weitere Abstände vor. Wir pflanzen unsere Mahagonibäume im Abstand von 4 x 4 Metern, da wir ausreichend Flächen zur Verfügung haben. Die Argumente sind: 1. Mahagoni wächst gerade, braucht also keine direkte Nachbarschaft. 2. Die Bäume können vom Pflanzen bis zur Ernte „aus dem Vollen“ schöpfen. Bäume, die in einem Raster von 2 x 2 gepflanzt werden, haben mit vier Meter Tiefe 16 Kubikmeter Erde zur Verfügung. Bei gleicher Tiefe und einem Pflanzabstand von 4 x 4 Meter sind es aber bereits 64 Kubikmeter. Es bedarf wohl keiner Erklärung welche Methode die bessere ist.
Inzwischen ist unser Pfeffer-Programm auf den Weg. Falls sich diese Nebenpflanzung bewährt werden wir im nächsten Jahr mehr Pfefferpflanzen anbauen, um unseren Farmern zusätzliche Möglichkeiten zu geben Einkommen zu generieren. Aber erst einmal sollen die Pflanzen beweisen, dass sie sich gut entwickeln. Nach Aussage unserer hiesigen Zeitschrift „Agriculture“ sind Pfeffer und Mahagoni die idealen Partner.
Für das Messen der Stammdurchmesser haben wir neue Schablonen tischlern lassen, weil die vorherigen nicht mehr ausreichten. Etliche der ersten Bäume sind nun bereits 22 Zentimeter im Durchmesser, also nur zehn Zentimeter hinter ihrem Sollmaß. Um das zu erreichen haben sie weitere sechs Jahre Zeit. Wir können also beruhigt sein, Sie auch.
Ende September wird unsere Baumschule wieder leer sein. Das Spiel beginnt von vorne, wird aber nie langweilig. Die Pflanztüten für die nächsten 35.000 Bäume werden zurzeit mit Erde gefüllt und die Samen sind bereits in der Baumschule. Mitte November beginnen wir die Pflanzflächen vorzubereiten, um die Setzlinge im nächsten Jahr zwischen Mitte Januar und Ende März zu pflanzen. Erfreulich ist auch, dass wir zusätzliches Personal brauchen und so Arbeit und Geld in die Gemeinden bringen.

Danke für Ihre Zeit

Ulrich Kronberg

Unsere Traktoren in den Bergen haben exakt eine Pferdestärke, wie wir durch Messungen feststellen konnten.

Traurig: Durch die extremen Straßenerweiterungen von Davao nach Monkayo werden viele alte Bäume gefällt.

Fragen zum Thema? Stell sie uns!

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