Im Juli sollte eigentlich etwas weniger Arbeit anfallen, aber genau das Gegenteil war der Fall. Sicherlich auch, weil wir etliche Besucher hatten, die gerne unsere Projekte sehen wollten, aber auch viele Fragen zu unseren Aktivitäten hatten. Das erforderte eine gute Organisation um die Lücken zwischen unseren Pflichtbesuchen in Mati, Monkayo, Montevista und Marilog (Patag) zu füllen. Sicherlich ist Ihnen bei der Aufzählung aufgefallen, dass alle unsere Projekte in Orten mit dem Anfangsbuchstaben „M“ stattfinden, was aber reiner Zufall ist.

Bambus Vom Bürgermeisteramt in Monkayo haben wir zusätzlich eine Fläche von fünf Hektar bekommen um Bambus anzupflanzen, denn immer mehr Produkte werden aus Bambus hergestellt. Die Nachfrage ist gesichert. Mehr als die dann 15 Hektar gibt der „Eco- und Business-Park Maiti“ in Monkayo aber auch nicht her. Das Gute ist, dass wir durch diese Erweiterung zusätzliche Bambus-Sets anbieten können. Greifen Sie zu. Lesen Sie hier unser Angebot:
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Mahagoni- und Teakbäume Wir haben nochmals geübt um zur Ernte der Mahagonibäume fit zu sein. Die aktuelle Inventur hat ergeben, dass wir wohl erst im Jahr 2025 anfangen können die Mahagonibäume im größeren Umfang einzuschlagen. Denn die Ernte sollte kontinuierlich ablaufen. Da, wie bereits geschrieben, die Holzhändler zurzeit keine ganzen Stämme akzeptieren, müssen die Bäume mit einer Kettensäge in Planken geschnitten werden, was sehr zeitaufwendig, sprich teuer, ist. Wir haben deshalb bei der DENR die Genehmigung für eine mobile Kreissäge eingereicht um schneller arbeiten zu können. Da in Monkayo erstmals eine mobile Kreissäge zugelassen werden soll sind entsprechend viele Nachfragen zu beantworten. Aber das ist unser Leben. Die in den nachstehenden Fotos gezeigten Mahagonibäume sind von unserer Partnerin Madam Locsin aus Monkayo, aber noch nicht aus dem Mama Earth-Farmer-Programm.

Die Stämme werden noch auf der Farm in Planken geschnitten. Die Plankenstärke beträgt immer etwas mehr als zwei Inch (5,08 Zentimeter) um daraus später Zwei-Inch-Planken zu hobeln.

Kontrollgang nach dem Sturm um die Verluste zu zählen.

Pagatpat-Mangroven sind die besten Frontliner.

Mangroven Auch hier geht es munter weiter. Allerdings haben wir unsere Taktik ein wenig angepasst und die heiße Mittagszeit zur Ruhezeit erklärt. Besonders in Mati sind die Temperaturen teilweise extrem. Zwar stehen uns damit weniger Stunden zur Verfügung, aber es ist besser in kleinen Schritten vorzugehen statt große Pflanzaktionen durchzuführen, die dann die Mittagszeit benötigen. Das Maximum wurde nach Beratungen mit den Pflanzerinnen und Pflanzern auf 15.000 Mangroven am Tag festgelegt, wenn wir in aller Frühe anfangen können. Den Start bestimmt immer die Tide, denn die Pflanzungen beginnen erst wenn das Wasser von den Küsten zurückweicht, also die Ebbe einsetzt.
Leider ist festzustellen, dass immer mehr Plastik im Meer schwimmt. Hier müssen wir unsere Anstrengungen verstärken. Mama Earth ist deshalb auch Mitglied der „Makro- und Mikroplastik-Gruppe“ in Mati. Es geht hier zwar um die Verwendung von Plastk als Wertstoff um daraus weitere Produkte herzustellen, denn das Verbrennen ist nicht nur CO2-reich, sondern durch die giftigen Dämpfe auch gefährlich. Inzwischen wird der sortierte Plastikmüll geschreddert und den hier üblichen Mauersteinen (Hollow blocks) beigemischt. Die Zugabe macht die Mauersteine stabiler und langlebiger. Unsere weitere Maßnahme ist den Plastikmüll aus dem Meer sammeln zu lassen und ihn aufzukaufen. Daraus lassen wir in Davao Stühle für Schulen bauen. Alles kleine Lösungen, aber eine frustierende, weil endlose Geschichte, zumal die Getränkehersteller verstärkt auf Plastikflaschen setzen um sich den teuren Rücktransport der Glasflaschen von den vielen Inseln zu sparen. Das Recycling wird den Verbrauchern überlassen, wohlwissend, dass es nur wenige tun. Es gibt also nur einen Weg: Konsequent auf Einwegplastik verzichten.
Die Amihan-Gruppe, die den Strand für die Schildkröten-Muttertiere und Hatchlinge frei von Plastik hält, ist sehr aktiv und hat schon Tausenden kleinen Schildkröten in diesem Jahr den Weg ins Meer ermöglicht. Nicht nur barrierefrei von Plastik, sondern geschützt vor Katzen, Hunden und Vögeln, die die kleinen Meeresschildkröten gerne verspeisen. Um diese Menge von Hatchlingen freizulassen müssen aber auch die Eier aus den Nestern ausgehoben und in bewachte und umzäunte Areas zum Ausbrüten im heißen Sand verbracht werden. Denn auch die Eier sind gegehrte Speisen von wilden Hunden, aber auch sehr viele Menschen nehmen die Eier um sie in die Pfanne zu braten.
Mit diesen ganzen Aktivitäten hätten wir gerne den Monat Juli auf 41 Tage verlängert, aber wir möchten nicht auch noch den Kalendern ändern. Wir sind ausreichend damit beschäftigt den „Mindset“ der Menschen zu ändern um der Natur mehr Respekt entgegenzubringen.

Nicolai Kronberg und Don Don Gayatin liefern weitere zehn Schulstühle an die Dona Rosa High School in Mati aus.

Die kleinen Schildkröten können barrierefrei ins Meer rennen, wenn der Plastikmüll vom Strand entfernt wurde.

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